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»Der Thüringer Heimatschutz hat nur Flyer und Aufkleber gemacht« ist der ehemalige V-Mann-Führer des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz Norbert Wießner überzeugt. Das Gegenteil hat die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in den letzten zehn Jahren gezeigt: Neun Migranten mit türkischen und griechischen Wurzeln haben die Neonazis aus Jena ermordet.
Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt haben sich in den neunziger Jahren der rechten Szene Thüringens angeschlossen und wurden bis zuletzt von ihr unterstützt. Politik und Zivilgesellschaft haben die Entwicklungen mehrheitlich ignoriert und müssen sich nun mit der eigenen Blindheit auseinandersetzten. Aber es gab in Jena auch Einzelne, die schon damals die von den Nazis ausgehende Gefahr erkannten und sich ihnen in den Weg stellten. Einige kommen in einer Dokumentation von Jugendlichen der Jungen Gemeinde Stadtmitte aus Jena zu Wort.